Leberwerte verstehen: ALT/AST/GGT einfach erklärt + wann du zum Arzt solltest

Fettleber-Serie (Start hier):
Übersicht (Hub) · Hauptplan (Pillar) · Ernährung (10 Regeln) · Insulinresistenz · Leberwerte (ALT/AST/GGT) · Bewegung (150 Min.)
Du hast deine Blutwerte bekommen – und jetzt?
Vielleicht hältst du gerade einen Laborbericht in der Hand und fragst dich, was diese drei Buchstaben bedeuten: ALT, AST, GGT. Oder dein Arzt hat “Fettleber” gesagt, aber die Werte seien “noch im Rahmen” – und du verstehst nicht, wie das zusammenpasst.
Hier ist die wichtigste Botschaft: Leberwerte sind kein Geheimcode. Sie können Hinweise geben – aber sie zeigen nicht immer das ganze Bild. Genau deshalb lohnt es sich, sie zu verstehen, ohne in Panik zu verfallen.
Den kompletten Fahrplan, wie du bei Fettleber (MASLD) abnimmst und die Leber entlastest, findest du hier:
Lina erklärt: Viele sehen ihre Laborwerte und googeln sofort – dann kommt die Angst. Dabei sind Leberwerte nur ein Puzzleteil. Manche haben erhöhte Werte ohne Fettleber, andere haben eine Fettleber trotz normaler Werte. Wenn du verstehst, was die Zahlen bedeuten (und was nicht), kannst du ruhig bleiben – und trotzdem klug handeln.
ALT, AST, GGT – was ist das überhaupt?
Diese Abkürzungen stehen für Enzyme. Wenn Leberzellen (oder manchmal auch andere Zellen) unter Stress stehen, können diese Enzyme im Blut ansteigen. Das misst dein Arzt.

ALT (Alanin-Aminotransferase)
- Was es ist: Ein Enzym, das besonders häufig mit der Leber zusammenhängt.
- Was es bedeuten kann: Erhöht = Hinweis auf Leber-Stress oder Leberzellschaden (z. B. bei Fettleber, Entzündung, Alkohol, Medikamente – aber nicht nur).
- Wichtig: “Normal” heißt nicht automatisch “alles gut” – je nach Labor gelten unterschiedliche Grenzwerte. In Leitlinien werden teils niedrigere ALT-Schwellen diskutiert als in vielen Laboren üblich.
AST (Aspartat-Aminotransferase)
- Was es ist: Kommt nicht nur in der Leber vor, sondern auch in Muskeln u. a.
- Was es bedeuten kann: Kann bei Leberthemen steigen – aber auch nach hartem Training oder Muskelbelastung.
GGT (Gamma-Glutamyltransferase)
- Was es ist: Enzym, das u. a. mit Leber/Galle zusammenhängt.
- Was es bedeuten kann: Reagiert oft empfindlich auf Alkohol, manche Medikamente oder Probleme im Galle-Bereich – ist also ein “frühes Warnlämpchen”, aber nicht automatisch eine Diagnose.
Das Verhältnis (AST zu ALT): Hinweis – kein Urteil
Ärzte schauen manchmal auf das Verhältnis von AST zu ALT. Grob gilt: Bei vielen mit einfacher Fettleber ist ALT eher höher, und bei fortgeschrittener Fibrose kann das Verhältnis kippen. Aber: Das ist kein Beweis, sondern nur ein zusätzlicher Hinweis.
Warum du trotz normaler Werte eine Fettleber haben kannst
Das ist der häufigste Denkfehler:
✅ Normale Leberwerte schließen eine Fettleber nicht sicher aus.
Viele Menschen haben eine Fettleber (Steatose/MASLD) und die Werte bleiben lange “unauffällig”. Werte steigen oft eher dann, wenn Entzündung dazukommt (MASH).
Wenn du den Überblick über die Serie willst:
Welche Untersuchungen sind üblich?

1) Ultraschall (Sonographie)
- Zeigt oft: Fetteinlagerung in der Leber
- Schnell, schmerzfrei – aber sagt nicht immer exakt, wie weit das Ganze fortgeschritten ist.
2) Elastographie (z. B. FibroScan)
- Misst “Steifigkeit” → Hinweis auf Vernarbung (Fibrose)
- Wird oft gemacht, wenn Risiko/Verlauf abgeklärt werden soll.
3) FIB-4-Score (Risiko-Ampel)
Ein einfacher Score aus Alter, AST/ALT und Thrombozyten.
- Häufige Schwelle: <1,3 eher niedriges Risiko
- Bei Menschen über 65 wird häufig >2,0 als relevanter Cutoff genutzt erlaubt/empfohlen.
Wichtig: Bitte nicht allein interpretieren – immer mit Arzt einordnen.
Wann solltest du handeln – und ärztlich abklären lassen?

✅ Ärztlich abklären, wenn:
- Leberwerte erhöht sind (auch ohne Beschwerden)
- du Typ-2-Diabetes/Prädiabetes hast oder starkes Bauchfett
- Ultraschall eine Fettleber zeigt → dann klären, ob nur Steatose oder Entzündungszeichen/Risiko
- weitere Risiken da sind (Blutdruck, Blutfette, metabolisches Syndrom)
🟢 Eher entspannt bleiben, wenn:
- Werte normal sind, kein Risiko da ist, Ultraschall unauffällig ist – und du trotzdem präventiv an Ernährung/Bewegung arbeitest.
Was du selbst tun kannst: 3 Hebel, die wirklich zählen
- Kaloriendefizit – aber machbar
Schon 5–10% Gewichtsverlust können Leberfett deutlich senken – in frühen Stadien oft messbar. - Bewegung (regelmäßig) Richtwert: 150 Minuten pro Woche moderat (z. B. zügiges Gehen). Das hilft dem Stoffwechsel und kann Leberfett senken.
- Zuckergetränke streichen Gerade flüssiger Zucker/Fruktose ist eine der größten Fallen für Leberfett. Dazu passt dein Satellit 1 perfekt:
Sisel-Support
Herzfreund – als Begleiter für deine Routine
Wenn du bereits an Ernährung/Bewegung arbeitest und zusätzlich eine tägliche Routine suchst, kann Herzfreund als Ergänzung in ein Gesamtpaket passen – besonders, wenn du das Thema Blutfette/Stoffwechsel sowieso mit deinem Arzt besprichst.
Wichtig: Bitte Zutaten, Herkunft und mögliche Wechselwirkungen immer auf der offiziellen Produktseite prüfen – vor allem bei Medikamenten (z. B. Blutzucker, Blutdruck, Blutverdünner) oder Vorerkrankungen.
FAQ (kurz & ehrlich)
Fazit: Verstehen, einordnen, handeln – ohne Panik
Leberwerte sind Hinweise, keine fertige Diagnose.
Das Beste, was du tun kannst: Risiko erkennen, Arzt einbinden, und die drei Hebel umsetzen: Defizit, Bewegung, Zuckergetränke weg.
Transparenz & Hinweis
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei auffälligen Werten oder Unsicherheit wende dich an Hausarzt oder Gastroenterologie.
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Kurz-Quellenorientierung (für Trust, nicht als Paper-Wand):
EASL–EASD–EASO MASLD Guideline (2024)
AASLD Practice Guidance (FIB-4 Cutoff >65)
S2k NAFLD/MASLD Guideline (Deutschland, Prävalenz/Grundlagen)
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